Warum ich heute nicht mehr einfach nur Network Business mache

Nach mehr als 50 Jahren in der Welt des Verkaufs, der Kundenentwicklung und des Network Business hat sich meine Sicht auf dieses Geschäft verändert. Nicht, weil ich plötzlich gegen Network Business wäre. Im Gegenteil. Ich kenne diese Branche wahrscheinlich besser als viele, die heute darüber sprechen. Ich habe selbst große Organisationen aufgebaut, Menschen entwickelt, Führungskräfte begleitet und erlebt, was funktioniert – aber auch, wo Menschen unnötig Zeit, Geld und Energie verlieren.

Heute bin ich schon seit vielen Jahren nicht mehr selbst Teil einer Network-Struktur. Ich habe keine eigene Organisation aufzubauen und keinen persönlichen Network-Account, den ich mit Menschen füllen möchte. Das gibt mir eine Freiheit, die ich sehr schätze. Ich kann mir heute ein Business, einen Unternehmer oder eine Führungspersönlichkeit ansehen und mich fragen: Passt das wirklich zusammen? Ist das für diesen Menschen sinnvoll? Und kann daraus langfristig etwas Tragfähiges entstehen?


Vom Networker zum Executive Mentor

Irgendwann habe ich für mich erkannt, dass meine Aufgabe heute eine andere geworden ist. Ich möchte nicht mehr einfach Menschen zeigen, wie sie möglichst schnell irgendwo einsteigen können. Mich interessiert viel mehr, was danach kommt.

Ein Business aufzubauen ist für mich inzwischen ein bisschen wie ein Haus zu bauen. Man kann sehr schnell Wände hochziehen und vielleicht sieht das Ganze von außen sogar beeindruckend aus. Aber entscheidend ist doch, ob das Fundament stimmt, ob die Statik trägt und ob das Haus auch nach einigen Jahren noch funktioniert.

Genau deshalb sehe ich meine heutige Aufgabe als Executive Mentor & Strategic Business Developer.

Ich möchte Menschen nicht einfach sagen, was sie tun sollen. Ich möchte mit ihnen gemeinsam überlegen, wo sie stehen, wohin sie wollen und welche Möglichkeiten überhaupt zu ihrer Persönlichkeit, ihrer Erfahrung und ihren persönlichen Zielen passen.


Ein Business Developer muss das ganze Bild sehen

Für mich bedeutet Business Development deshalb nicht einfach, mehr Umsatz zu machen oder möglichst viele Menschen zu gewinnen.

Ich schaue zuerst auf das gesamte Bild. Wo kommen die Kunden her? Wie werden sie betreut? Welche digitalen Möglichkeiten gibt es heute? Wie einfach kann ein Kunde ein Produkt kennenlernen und wieder bestellen? Wie entwickelt sich aus einem Kunden vielleicht irgendwann ein guter Geschäftspartner? Und wie entsteht daraus später eine Organisation, die nicht ausschließlich von einer einzelnen Person abhängig ist?

Das sind für mich wesentlich wichtigere Fragen als die Frage, wie viele Menschen man morgen registrieren kann.

Denn ein Lead ist noch kein Kunde. Ein Kunde ist noch kein Businesspartner. Und ein Businesspartner ist noch lange keine Führungspersönlichkeit.

Diese Entwicklung braucht Zeit.

Und genau diese Zeit wird heute meiner Meinung nach manchmal unterschätzt.


Deshalb würde ich heute beim Kunden beginnen

Wenn ich heute noch einmal ein modernes Network Business aufbauen würde, würde ich vieles anders machen als früher. Ich würde zuerst selbst Kunde werden, die Produkte kennenlernen und verstehen, wie das gesamte System aus Kundensicht funktioniert.

Ein modernes Business beginnt für mich beim Kunden.

Und genau deshalb möchte ich hier künftig immer wieder Neustarter und ihre persönlichen 24/7-Online-Shops vorstellen. Damit möchte ich ihnen gerade in der Anfangsphase ein wenig dabei helfen, ihren eigenen Kundenstock bekannt zu machen. Wer neugierig ist, kann sich den jeweiligen Shop in Ruhe ansehen und die Produkte kennenlernen – ganz ohne Verpflichtung. Vielleicht entsteht daraus zunächst einfach eine Kundenbeziehung. Vielleicht entwickelt sich später mehr. Für mich ist es jedenfalls eine einfache Möglichkeit, Kundenaufbau praktisch zu zeigen und gleichzeitig einem Menschen beim Start seines eigenen Weges ein kleines Stück Unterstützung zu geben.

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Erst Kunde. Dann Kundenstock. Dann vielleicht Businesspartner.

Genau diese Reihenfolge würde ich heute wählen. Nicht, weil jeder Kunde später Businesspartner werden muss – sondern weil ein gesundes Business für mich zunächst einmal echte Kunden und echte Erfahrungen braucht.


Und genau hier beginnt meine heutige Arbeit

Ich arbeite heute im Auftrag der Lifestyle & Business Consulting (LBC) mit ausgewählten unternehmerisch tätigen Menschen und an ausgewählten Businessprojekten.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Mandate anzunehmen. Im Gegenteil. Ich möchte sehr genau hinschauen, mit wem ich arbeite, welche Ziele jemand verfolgt, welche Persönlichkeit dahintersteht und ob eine Zusammenarbeit überhaupt sinnvoll ist.

Besonders interessant sind für mich Menschen, die bereits Erfahrung haben und nicht mehr jedem Versprechen hinterherlaufen möchten. Unternehmer, erfahrene Businesspartner und Führungspersönlichkeiten, die sich Gedanken darüber machen, wie sie ihr bisheriges Wissen und ihre Erfahrung in eine neue berufliche oder wirtschaftliche Perspektive einbringen können.

Und manchmal geht es auch um erfahrene Führungspersönlichkeiten, die vor einem Neustart stehen und diesen Schritt nicht öffentlich diskutieren möchten.

Gerade bei solchen Gesprächen ist Vertraulichkeit für mich keine Floskel. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass man überhaupt ehrlich miteinander sprechen kann.


Nicht jedes Projekt ist für mich das richtige

Das ist vielleicht einer der größten Unterschiede zu früher.

Ich muss heute nicht mehr jeden Menschen gewinnen.

Ich kann auswählen.

Nicht nach dem Prinzip „Wer bringt mir am meisten?“, sondern nach der Frage, ob Mensch, Ziel, Persönlichkeit und Aufgabe zusammenpassen.

Denn ich möchte meine verbleibenden aktiven Jahre nicht damit verbringen, möglichst viele Menschen irgendwie zu beschäftigen. Ich möchte mein Wissen dort einsetzen, wo es wirklich etwas bewirken kann.

Das ist für mich heute die eigentliche Bedeutung von Executive Mentoring und Strategic Business Development.

Aus der Praxis. Für die Praxis.

Und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum ich heute mit so viel Ruhe auf diese Branche schauen kann.

Ich muss niemanden überzeugen.

Ich kann zuhören, Fragen stellen, Erfahrungen weitergeben und gemeinsam mit einem Menschen herausfinden, welcher nächste Schritt tatsächlich sinnvoll sein könnte.


Der erste Schritt ist deshalb kein Vertrag

Wer mit mir sprechen möchte, muss am Anfang nichts unterschreiben und keine Entscheidung treffen.

Ein erstes persönliches Gespräch dient zunächst dazu, sich kennenzulernen, Fragen zu stellen und die eigene Situation einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Diese erste Orientierung ist honorarfrei und vertraulich.

Erst wenn jemand später ausdrücklich eine professionelle Dienstleistung der Lifestyle & Business Consulting beauftragen möchte, sprechen wir über Umfang, Aufgabe und die entsprechenden Bedingungen.

So möchte ich auch selbst arbeiten.

Erst informieren. Dann verstehen. Dann selbst entscheiden.

Vielleicht ist heute noch gar keine Entscheidung notwendig.

Vielleicht reicht es zunächst zu wissen, dass es jemanden gibt, mit dem man einmal offen und vertraulich über die eigene berufliche oder unternehmerische Situation sprechen kann.

Joseph Hödl
akad. Werbe- & Marketingkaufmann
Executive Mentor & Strategic Business Developer
Lifestyle & Business Consulting (LBC)